Zahlreiche Gäste konnte die Vorsitzende begrüßen: Diözesanpräses Franz Schollerer, Präses Stadtpfarrer Lothar Zerer, Schirmherr Herrn BGM Georg Krenn, Landrat Franz Meyer, Diözesansekretär Jürgen Weikl, Dekanatsratsvorsitzende Annekäth Heumann, PGR Vorsitzenden Bernhard Oberneder und unsere Ehrenvorsitzenden Olga Pichler und Herbert Engel.
Für den KAB Kreisverband Karl Zitzlsperger, sowie die KAB-Mitglieder der Ortsverbände Hengersberg, Schöllnach und last but not least die Mitglieder der KAB Vilshofen!
Auszug der Ansprache von Gabriele Zacher:

Der berühmte Initiator des 2. Vatikanischen Konzils, Papst Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli, 1881-1963), hat einmal gesagt:

Tradition heißt:
Das Feuer zu hüten und nicht die Asche zu bewahren.

Der Gedanke stammt ursprünglich von dem englischen Staatsmann und humanistischen Autor Thomas Morus (1478-1535, aufgrund seines Märtyrertodes heiliggesprochen):

Das «Feuer zu hüten» ist das eine. Die «Flamme weiter zu geben» ist das andere. Das Wort «Tradition» bedeutet «Überlieferung», also das, was man durch die Zeiten hindurch weiter gibt.

Es handelt sich auch um das Erbe, das langfristige Engagement der KAB Mitglieder  das uns weitergereicht wurde. Man braucht, bildlich gesprochen, zum «Weiterreichen des Feuers» eine brennende Fackel. Man braucht also Instrumente bzw. Werkzeuge, um eine Tradition weiterzugeben. Diese Werkzeuge sind wir selbst, jede und jeder einzelne von uns.

Traditionen sind nicht einfach so nebenher zu bewahren. Es braucht dafür Leidenschaft und Demut. Es braucht sowohl großen Eifer als auch Durchhaltevermögen.

Ein herzliches Vergelt´s Gott, euch allen die ihr mit dazu beitragen habt, die Tradition der Katholischen Arbeitnehmerbewegung lebendig zu halten.

Du musst als eine Flamme selber brennen, wenn du Traditionen weitergeben willst. Jedoch bloß «die Asche zu hüten», also zu sagen:
«Das war schon immer so!» genügt keinesfalls. Im Gegenteil: Tradition ist nicht nur das, was früher einmal gelebt hat, sondern Tradition ist das, was wir leben.

Tradition ist aber auch nichts, was jemand einfach so übernehmen kann, wie es ihm gerade gefällt. Das ist so wenig möglich, wie es möglich ist, sich die eigenen Vorfahren auszusuchen. Wer eine Tradition nicht hat und sie dennoch haben möchte, der ist wie ein unglücklich Verliebter. Was also ist zu tun?

«Du musst als eine Flamme selber brennen, wenn du Traditionen weitergeben willst.»

Heute haben wir ein gutes Beispiel vor Augen - 115 Jahre Kath. Arbeitnehmerbewegung (früher Werkvolk).

Wir, das Vorstandsteam der KAB Vilshofen haben uns den Satz

„Tradition heißt nicht die Asche aufheben, sondern die Flamme weiterreichen.“
auf die Fahne geschrieben und  wir wollen über das Jubiläum hinaus die Flamme schüren und eintreten für eine menschenwürdige Gesellschaft und Arbeitswelt.

Möge es uns gemeinsam in den nächsten Jahren gelingen, Menschen zu begeistern und zu motivieren für ein „gutes Leben in Gerechtigkeit und Solidarität“ einzutreten. Ich danke Euch allen danken für Euren Einsatz und Eure Arbeit, für den Zusammenhalt, und die Verbundenheit mit dem Verband.

Ein Mensch allein wird es nie schaffen - egal, wie viel Mühe er sich gibt.
Doch wenn viele sich zusammentun, entfalten sich Träume zu einer neuen Wirklichkeit.

JUBILÄUM 2012
© 2018  KAB-Ortsverband
    Vilshofen an der Donau
Hier eine kleine Fotogallerie über die Festlichkeiten zur 115-Jahr Feier am 24. November 2012.
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